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14.02.2018 | 18:15 Uhr

"Krieg und Lügen" - Steven Spielberg, Tom Hanks, Friede Springer und Mathias Döpfner im Gespräch über Pressefreiheit und den Film "Die Verlegerin" / Von Stefan Aust und Martin Scholz (FOTO)

"Krieg und Lügen" - Steven Spielberg, Tom Hanks, Friede Springer und Mathias Döpfner im Gespräch über Pressefreiheit und den Film "Die Verlegerin" / Von Stefan Aust und Martin Scholz (FOTO) Berlin (ots) -

Mitte Januar 2018, Paris. Anlässlich der Premiere des Films "Die
Verlegerin" trafen sich Regisseur Steven Spielberg, Hauptdarsteller
Tom Hanks, Friede Springer und Axel Springer-Vorstandschef Mathias
Döpfner zu einem sehr aktuellen Gespräch über den Kinofilm, die
Freiheit der Presse, ihre Rolle, ihre Bedrohung und nicht zuletzt
über Lügen, damals und heute.

Steven Spielberg über den Umgang mit der Wahrheit in der aktuellen
US-Regierung: "Sie lügen über alles. Sie lügen über Dinge, die nicht
mal signifikanten Wert für Nachrichtenberichterstattung haben. Es
gibt einen konstanten Fluss an Lügen. Es begann als Rinnsal,
inzwischen hat es sich zu einem Tsunami aus Halb-Wahrheiten und Lügen
ausgewachsen. Und Journalisten, die die Wahrheit sagen, wird
vorgeworfen, sie würden die Fakten falsch darstellen. Das schafft
einen ständigen Schneesturm, in dem du schneeblind wirst. (...) Es
ist eine komplett neue Taktik, eine, wie Tom es nannte, neue Form des
medialen Guerilla-Kriegs, mit der die gegenwärtige US-Administration
all denjenigen zusetzt, die die Wahrheit erzählen. Nixon ist diesem
Wahnsinn nicht mal nahegekommen."

WELT-Herausgeber Stefan Aust und Autor Martin Scholz haben das
Gespräch, ergänzt um Filmausschnitte und Originalmaterial aus der Ära
des Vietnamkrieges, in einem 45-Minüter zusammengefasst, zu sehen am
18. Februar um 9.15 Uhr und 20.05 Uhr auf WELT. Das ausführliche
Gespräch ist am gleichen Tag in WELT AM SONNTAG zu lesen.

Spielbergs neuer Film erzählt eine Geschichte, die sich im
Original vor bald 50 Jahren ereignete, die aber aktueller kaum sein
könnte. Eine Geschichte von staatlichen Fake News, Whistleblowern und
unerschrockenem Journalismus. Im Sommer 1971 veröffentlichte zunächst
die New York Times Auszüge der sogenannten "Pentagon Papers". In dem
Geheimbericht des US-Verteidigungsministeriums waren auf über 7.000
Seiten die strategischen Gründe für den Eintritt in den bereits seit
1955 tobenden Vietnamkrieg und die aussichtslose Position der
amerikanischen Truppen in diesem Gemetzel dokumentiert. Die
US-Regierung ließ der New York Times die weitere Enthüllung der
Geheimpapiere von einem Bundesgericht verbieten. Daraufhin trat der
Informant aus dem Pentagon an die Konkurrenz von der Washington Post
heran. Katharine Graham, die Verlegerin der "Post", musste eine
existenzielle Entscheidung treffen. Die Missachtung des
Gerichtsurteils konnte Gefängnis bedeuten - und das wirtschaftliche
Ende der Zeitung. Ein Nachgeben wäre nichts weniger als die Aufgabe
der Pressefreiheit gewesen. Katharine Graham entschied sich, die
Geschichte zu drucken. Es war der Anfang vom Ende des Vietnamkrieges.

"Krieg und Lügen" - am 18. Februar um 9.15 Uhr und 20.05 Uhr auf
WELT (Wiederholung: 22. Februar um 16.05 Uhr), im Timeshift auf N24
Doku und nach Ausstrahlung in der WELT-Mediathek:
www.welt.de/mediathek.



Pressekontakt:
Kristina Faßler
Sendersprecherin
+49 30 2090 4603
+49 1604798350
kristina.fassler@welt.de

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Quelle: http://www.presseportal.de

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