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12.07.2018 | 16:35 Uhr

"ttt - titel thesen temperamente" (NDR) am Sonntag, 15. Juli 2018, um Mitternacht, 00:00 Uhr

München (ots) - Die geplanten Themen:

Schleichende Gefahr - Das Buch "Wie Demokratien sterben" Es
braucht keine Revolutionen oder Putsche, um Demokratien zum Sterben
zu bringen. Es reichen demokratische Wahlen. Wenn durch sie die
falschen Politiker an die Macht kommen, kann es losgehen: Das
langsame Ende der Demokratie. Die amerikanischen Professoren für
Regierungslehre Steven Levitsky und Daniel Ziblatt schildern das auf
spannende und eindrückliche Art und Weise in ihrem Buch "Wie
Demokratien sterben". Darin nennen sie Kriterien, an denen sich
autoritäres Verhalten von Politikern feststellen lässt: Sie
diskreditieren politische Gegner, lehnen demokratische Spielregeln ab
und fangen an, die Medien zu neutralisieren. Auf Donald Trump, so die
Autoren, treffen alle diese Kriterien zu. Doch wie lässt sich die
Demokratie retten? Warum spielen die Parteien dabei eine so wichtige
Rolle? "ttt" hat Daniel Ziblatt getroffen und mit ihm über das
Sterben und Retten von Demokratien gesprochen.

Schnapsidee oder genial? - St. Pauli will Unesco Kulturerbe werden
Hans Albers und Olivia Jones, Touristen und Prostituierte, Reeperbahn
und Große Freiheit. St. Pauli ist der berühmteste Stadtteil
Deutschlands. Und dann waren da noch die Beatles, die den "Star Club"
weltberühmt machten, als sie längst schon nicht mehr dort spielten.
St. Pauli steht für Entertainment, Sex und Vielfalt, ist schon seit
Jahrhunderten ein Ort für Unangepasste und Verfemte. Inzwischen
beklagen Anwohner Gentrifizierung und Massentourismus. Jetzt will
eine Initiative das Hamburger Viertel zum "immateriellen
UNESCO-Kulturerbe" machen, damit wäre es auf einer Liste mit der
Kunst des neapolitanischen Pizzabackens oder der Peking-Oper. Ist das
eine Schnapsidee? Oder eine sinnvolle Maßnahme, um St. Pauli seine
Originalität zu bewahren? Bevor die Bewerbung überhaupt fertig ist,
wird bereits gestritten.

Superman und seine Erfinder - Die tragische Geschichte hinter
einem Welterfolg Jedes Kind kennt Superman - aber wer kennt die
Geschichte seiner Erfinder? Vor 80 Jahren, im Sommer 1938,
veröffentlichten Joe Shuster und Jerry Siegel in den USA den ersten
Superman-Comic und begründeten damit ein ganzes Genre: Superhelden
sind seitdem die verlässlichsten Weltretter der Popkultur. Die jungen
Männer bekamen 130 Dollar, ihr Verleger schnappte sich alle Rechte
und wurde steinreich. Vom lebenslangen Kampf der beiden um Geld und
Anerkennung erzählt jetzt die Graphic Novel "Joe Shuster - Vater der
Superhelden" von Julian Voloj (Text) und Thomas Campi (Zeichnungen).

Pop-Ikone aus Deutschland - Ein Spielfilm über die Sängerin Nico
Ihr Name ist unlösbar mit der Band "Velvet Underground" verbunden.
Dabei sang sie lediglich drei Lieder auf der berühmten Platte mit dem
Bananen-Cover. Die Sängerin Nico, geboren als Christa Päffgen in
Köln, war einer der ersten Popstars aus Deutschland: Sie modelte in
Paris, spielte bei Fellini und gehörte zu Andy Warhols Factory. Nach
ihrer kurzen Zeit bei "Velvet Underground" wollte Nico sich als
eigenständige Musikerin etablieren, mit ihrer tiefen Stimme und
düsteren Texten wurde sie zum Vorbild für Gothic Rock. Doch der große
Erfolg blieb aus, und Jahrzehnte war sie abhängig von Heroin. Der
Spielfilm "Nico 1988" (Kinostart: 19. Juli) mit der wunderbaren
Hauptdarstellerin Trine Dyrholm erzählt von den letzten Lebensjahren
der Musikerin, die vor 30 Jahren an den Folgen eines Fahrradunfalls
starb. Die Geschichte einer unangepassten Frau auf der Suche nach
Selbstbestimmung und künstlerischer Freiheit.

Musik für die Zukunft - 50 Kompositionen des "Kronos Quartet" Kein
anderes Streichquartett hat sich so erfolgreich für zeitgenössische
Musik eingesetzt, wie das "Kronos Quartet" aus San Francisco. Ob
Minimal Music, Jimi Hendrix, argentinische Tangos - die vier Musiker
spielen nur Werke aus dem 20. und 21. Jahrhundert, sie brachten
Uraufführungen von Komponisten und Komponistinnen aus den
unterschiedlichsten Kulturen. Mit dem aktuellem Projekt "50 for the
Future" geht Kronos diesen Weg konsequent weiter: Das Quartett hat 25
Männer und 25 Frauen weltweit beauftragt, neue Stücke zu komponieren.
Die Partituren und Spielanleitungen werden frei verfügbar im Internet
veröffentlicht (www.kronosquartet.org). So soll ein neues Repertoire
für Streichquartette entstehen - gleichberechtigt und multikulturell.
"ttt" hat das Kronos Quartet beim Holland Festival in Amsterdam
getroffen.

Im Internet unter www.DasErste.de/ttt

Moderation: Max Moor

Redaktion: Edith Beßling, Christine Gerberding, Niels Grevsen,
Melanie Thun (NDR)



Pressekontakt:
Agnes Toellner, Presse und Information Das Erste,
Tel: 089/5900 23876, E-Mail: agnes.toellner@DasErste.de

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Quelle: http://www.presseportal.de

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