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14.01.2022 | 17:26 Uhr

Trügerisch / Kommentar von Karl Schlieker zum Wirtschaftswachstum

Mainz (ots) -

Die kräftig um 2,7 Prozent gewachsene Wirtschaft hat im zweiten Pandemiejahr wieder Tritt gefasst. Doch was auf den ersten Blick eine nachhaltige Trendwende vermuten lässt, erweist sich als trügerisch. Denn im Winter wurden mit steigenden Infektionszahlen die Uhren wieder in den Krisenmodus zurückgestellt. Auch im ersten Vierteljahr 2022 wird sich die Lage nicht bessern. Nur wer über hellseherische Fähigkeiten verfügt, kann den weiteren Verlauf der Corona-Krise realistisch abschätzen. Wenn alles gut geht, wird sich nach der Omikron-Wand und vielleicht begleitet von einer Impfpflicht im Frühsommer die Lage beruhigen. Sobald Dienstleister und Handel wieder in den Normalbetrieb starten können und dann auch genügend Mitarbeiter finden, stehen die Chancen für einen breiten Aufschwung gut. Dann sollten auch Verbraucher wieder mehr Zuversicht hegen und ihr aus Unsicherheit über die weitere Entwicklung zurückgelegtes Geld ausgeben. Immerhin wurden nach Schätzungen etwa 200 Milliarden Euro während der Corona-Krise zusätzlich gespart. Das löst allerdings nicht die Probleme der grassierenden Liefer- und Materialengpässe sowie extremen Rohstoffpreissteigerungen. Wann sich an dieser Front die Situation entspannt, ist völlig unklar. Davon hängt auch die weitere Entwicklung der ungewöhnlich hohen Inflationsrate ab, die derzeit die Kaufkraft schwinden lässt. Die an- und abflauende Corona-Krise hat die Wirtschaft in ein Konjunktur-Wechselbad getaucht. Der Staat hat die gröbsten Auswirkungen mehr oder weniger abgefedert. Die Verschuldung wird über steigende Zinskosten den Spielraum für öffentliche Ausgaben noch drastisch einschränken.

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