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01.02.2022 | 08:00 Uhr

Einzelhandelsumsatz im Dezember 2021 um 5,5 % niedriger als im Vormonat / Einzelhandelsumsatz im Dezember 2021 um 0,7 % über Vorkrisenniveau

WIESBADEN (ots) -

Einzelhandelsumsatz, Dezember 2021 (vorläufig, kalender- und saisonbereinigt)

-5,5 % zum Vormonat (real)

-4,9 % zum Vormonat (nominal)

0,0 % zum Vorjahresmonat (real)

+3,3 % zum Vorjahresmonat (nominal)

Jahresergebnis 2021 (vorläufig, Originalwerte)

+0,7 % im Jahr 2021 gegenüber 2020 (real, vorläufig)

+2,9 % im Jahr 2021 gegenüber 2020 (nominal, vorläufig)

Die Einzelhandelsunternehmen in Deutschland haben im Jahr 2021 nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) real (preisbereinigt) 0,7 % und nominal (nicht preisbereinigt) 2,9 % mehr umgesetzt als im Vorjahr. Die ersten vorläufig gemeldeten Ergebnisse liegen somit innerhalb der Schätzintervalle. Teile des stationären Einzelhandels, etwa der Einzelhandel mit Textilien, Bekleidung, Schuhen und Lederwaren, mussten auch im zweiten Jahr der Corona-Krise Umsatzeinbußen hinnehmen. Im Dezember 2021 sanken die Umsätze gegenüber dem Vormonat kalender- und saisonbereinigt real um 5,5 % und nominal (nicht preisbereinigt) um 4,9 %.

Der Rückgang im Dezember steht vermutlich im Zusammenhang mit der Einführung der 2G-Regel in vielen Geschäften des Einzelhandels sowie dem Einfluss der Kalender- und Saisonbereinigung aufgrund der Weihnachtsfeiertage. Im Vergleich zum Vorkrisenmonat Februar 2020 war der Einzelhandelsumsatz im Dezember 2021 real 0,7 % höher. Gegenüber dem Vorjahresmonat Dezember 2020, bei dem Mitte des Monats die Corona-Maßnahmen verschärft wurden, blieb der Umsatz real gleich, nominal stieg er bedingt durch die starken Preissteigerungen um 3,3 %.

Der Internet- und Versandhandel verzeichnete im Dezember 2021 sowohl gegenüber dem Vormonat als auch gegenüber dem Vorjahresmonat ein reales Umsatzminus von 5,7 %. Die Umsätze liegen in dieser Branche aber mit +23,7 % weiterhin deutlich über dem Niveau vom Februar 2020.

Der Einzelhandel mit Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren erzielte im Dezember 2021 im Vergleich zum Vormonat kalender- und saisonbereinigt real 1,4 % weniger Umsatz und lag 4,0 % unter dem Niveau des Vorjahresmonats. Der Umsatz der Supermärkte, SB-Warenhäuser und Verbrauchermärkte sank gegenüber dem Vormonat um 1,8 % und gegenüber dem Vorjahresmonat um 6,9 %. Der Facheinzelhandel mit Lebensmitteln (zum Beispiel mit Obst und Gemüse, Fleisch, Backwaren oder Getränken) setzte 4,6 % weniger um als im Vormonat und 5,5 % weniger als im Vorjahresmonat.

Im Einzelhandel mit Nicht-Lebensmitteln lagen die realen Umsätze im Dezember 2021 kalender- und saisonbereinigt 7,7 % unter dem Niveau des Vormonats. Im Vergleich zum Vorjahresmonat stiegen die Umsätze im Dezember 2021 um 2,9 % und 1,8 %. Dies entspricht auch den Steigerungsraten gegenüber dem Vorkrisenmonat Februar 2020. Der Handel mit Textilien, Bekleidung, Schuhen und Lederwaren verzeichnete ein starkes reales Umsatzminus von 17,1 % zum Vormonat, lag jedoch 31,6 % über dem Niveau des Vorjahresmonats Dezember 2020. Im Einzelhandel mit Waren verschiedener Art (zum Beispiel Waren- und Kaufhäuser) fiel der Umsatz gegenüber dem Vormonat um 19,7 %. Gegenüber dem Vorjahresmonat stiegen die Umsätze hier mit einem Plus von 19,0 % jedoch deutlich. Der Umsatz im Handel mit Einrichtungsgegenständen, Haushaltsgeräten und Baubedarf war real 5,4 % niedriger als im November 2021 und 2,5 % niedriger als im Februar 2020.

Methodische Hinweise:

Seit dem Berichtsmonat August 2021 werden alle in dem Text der Pressemitteilung angeführten Veränderungsraten basierend auf kalender- und saisonbereinigten Daten berechnet.

In allen Meldungen zu Konjunkturindikatoren sind die unterschiedlichen Vergleichszeiträume zu beachten. Im Fokus der Konjunkturbeobachtung steht der Vergleich zum Vormonat/Vorquartal. Hieraus lässt sich die kurzfristige konjunkturelle Entwicklung ablesen. Der Vorjahresvergleich dient einem längerfristigen Niveauvergleich und ist von saisonalen Schwankungen und Kalendereffekten unabhängig. In der aktuellen Corona-Krise kann es durch die zeitweise starken Rückgänge und Anstiege zu sehr unterschiedlichen Ergebnissen im Vormonats-/Vorquartalsvergleich und Vorjahresvergleich kommen. Um einen direkten Vergleich zum Vorkrisenniveau zu ermöglichen, wird bis auf Weiteres in allen Pressemitteilungen zu Konjunkturindikatoren, die saisonbereinigt vorliegen, zusätzlich ein Vergleich zum Februar 2020 beziehungsweise zum 4. Quartal 2019 dargestellt.

Weitere Informationen:

Ergebnisse zum Einzelhandelsumsatz in tiefer Wirtschaftsgliederung, einschließlich der Unternehmensmeldungen, die nach dieser Pressemitteilung eingegangen sind, stehen in etwa 14 Tagen in der Datenbank GENESIS-Online zur Verfügung. Informationen zu aktuellen Datenergänzungen werden über das RSS-Newsfeed bereitgestellt.

Außerdem stehen zusätzliche Ergebnisse ergänzend zur Pressemitteilung unter www.destatis.de > Themen > Wirtschaft > Groß- und Einzelhandel zur Verfügung.

Das Statistische Bundesamt berücksichtigt verspätete Mitteilungen der befragten Erhebungseinheiten und aktualisiert deshalb monatlich die ersten nachgewiesenen Ergebnisse. Die Revisionstabellen geben Auskunft über die Auswirkungen der Aktualisierungen auf die Ergebnisse.

Krisenmonitor ermöglicht Vergleich zwischen Corona-Krise und Finanz- und Wirtschaftskrise

Der Einzelhandelsumsatz ist auch Teil des "Krisenmonitors" (www.destatis.de/krisenmonitor), mit dem das Statistische Bundesamt die Entwicklung wichtiger Konjunkturindikatoren in der Corona-Krise und in der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009 gegenüberstellt. Der Krisenmonitor ergänzt die Sonderseite "Corona-Statistiken" (www.destatis.de/corona), die statistische Informationen zu den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie bündelt.

Die vollständige Pressemitteilung sowie weitere Informationen und Funktionen sind im Internet-Angebot des Statistischen Bundesamtes unter https://www.destatis.de/pressemitteilungen zu finden.

Pressekontakt:

Statistisches Bundesamt
Pressestelle
www.destatis.de/kontakt

Original-Content von: Statistisches Bundesamt, übermittelt durch news aktuell

Quelle: http://www.presseportal.de

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