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01.03.2022 | 08:00 Uhr

Kontraktion vs. Rezession: Grüner Fisher Investments klärt auf

Rodenbach (ots) -

Bullen- oder Bärenmärkte, Kontraktion oder Rezession - im Zuge der aktuellen Corona-Pandemie und ihrer wirtschaftlichen Folgen kam es zu einer Vielzahl an Definitionen, um die Situation und Veränderungen des Marktes zu beschreiben. Die Vermögensverwaltung Grüner Fisher Investments erörtert die wesentlichen Unterschiede zwischen Kontraktion und Rezession - und was diese für die Aktienmärkte bedeuten könnten. Die Corona-Krise sehen die Finanzexperten trotz vieler gegenteiliger Meinungen dabei eher als Kontraktion an.

Das sind die Merkmale von Kontraktionen und Rezessionen

Handelt es sich um einen Rückgang der Wirtschaft in mindestens zwei aufeinanderfolgenden Quartalen im Vergleich zu den vorherigen Perioden, so spricht man von wirtschaftlicher Rezession. "Als eine Art Rezession meint die Kontraktion die Verringerung der Wirtschaftstätigkeit in einer ansonsten gesunden wirtschaftlichen Expansion. Im Jahr 2020 war dies durch strukturelle Anreize wie etwa die staatlich angeordneten Lockdowns gegeben. Wir definieren den durch Corona bedingten Rückgang der Wirtschaftstätigkeit deshalb eher als Kontraktion", so Torsten Reidel, Geschäftsführer von Grüner Fisher Investments.

Im Gegensatz zur wirtschaftlichen Rezession ist dieser Rückgang in der Regel zeitlich sehr begrenzt, weshalb es sich um ein konjunkturelles Szenario handelt. Entscheidend ist die Tatsache, dass die Wirtschaft keine Überschüsse aus der vorangegangenen Expansion abarbeiten muss: Normale Rezessionen entstehen durch Exzesse, die in Boomzeiten bzw. Wirtschaftsexpansionen aufgebaut wurden und korrigiert und abgearbeitet werden müssen. Frühere Probleme, die während der letzten Expansion in die Wirtschaft eingebaut wurden, müssen also überwunden werden.

Dies geht ebenfalls häufig mit einer geringeren Nachfrage nach Gütern sowie zunehmenden Lohnkürzungen und Entlassungen vieler Unternehmen einher.

"Hier können viele Beispiele globaler Rezessionen genannt werden. Im Zuge einer starken Überbewertung neuer Internet-Unternehmen, die ihren Umsatz- und Gewinnprognosen nicht gerecht werden konnten, kam es etwa in den Jahren 2000-2003 zu einer Rezession. Auch die Finanzkrise im Jahr 2008/2009 zählt dazu - das Bruttoinlandsprodukt ging stark zurück", berichtet Torsten Reidel, Geschäftsführer der Grüner Fisher Investments GmbH. Besonders aktuell sei darüber hinaus die Kontraktion infolge der Corona-Pandemie, die seit dem Jahr 2020 die Wirtschaft beeinflusst.

Pandemie sorgt für ungewöhnliche Rezession

Den Erfahrungen der Grüner Fisher Investments GmbH zufolge unterschied sich die Rezession im vergangenen Jahr jedoch durch mehrere Faktoren von bisherigen wirtschaftlichen Rückgängen in der Vergangenheit. Kommt es oftmals zu einer Straffung der Geldpolitik durch die Zentralbanken, um die Inflation zu bekämpfen, war dies im Jahr 2020 nicht der Fall. Auch eine Verknappung der Kredite, die häufig auf eine inverse Zinsstrukturkurve zurückzuführen ist, gab es im Vergleich zu vorherigen Rezessionen nicht. Finanzierungshilfen boten vielen Unternehmen Sicherheit und ermöglichten eine Überbrückung der schwachen Wirtschaft. "Auch hinsichtlich der Aktien-Entwicklung war diese Rezession eine andere. Value-Aktien litten im Allgemeinen nicht unter der traditionellen Rezession, sodass der steile Abprall-Effekt, der normalerweise nach dem Tiefpunkt auftritt, ausblieb. Die Rezession war höchstwahrscheinlich nicht lang genug, dass die Anleger befürchteten, Value-Unternehmen könnten scheitern, was den typischen Ausverkauf am Ende eines Bärenmarktes und den starken Aufschwung am Anfang eines Bullenmarktes verhinderte", so Torsten Reidel. Der Geschäftsführer von Grüner Fisher Investments sieht diesen Bullenmarkt daher als eine Fortsetzung des letzten - was bedeutet, dass Growth-Aktien besser abschneiden sollten als Value-Aktien, wie es in späteren Bullenmärkten der Fall ist.

Über Grüner Fisher Investments:

Grüner Fisher Investments (GFI) ist eine Vermögensverwaltungsgesellschaft mit eigenem Ermessensspielraum, die vorwiegend vermögende Privatpersonen und Familien in Deutschland, Österreich und der Schweiz betreut. Grüner Fisher Investments ist Mitglied im Verband unabhängiger Vermögensverwalter Deutschland e.V. (VuV) und ist ein durch die BaFin lizensiertes und beaufsichtigtes Institut. GFI wurde als Top-Vermögensverwalter von Capital (2019), als Top-Arbeitgeber im Mittelstand (2019) von Focus und als "Great Place to Work" (2020, 2021) von Great Places to Work ausgezeichnet. Das Unternehmen ist eine deutsche Tochtergesellschaft von Fisher Investments in den USA, einem der größten unabhängigen Vermögensverwalter der Welt. Global wurden zum 31.12.2021 Vermögenswerte von mehr als 183 Milliarden Euro von Fisher Investments und seinen Tochterunternehmen verwaltet - mehr als 143 Milliarden Euro davon für Privatinvestoren, 37 Milliarden Euro für institutionelle Investoren und 2 Milliarden Euro an Betriebsrenten für kleine und mittlere Unternehmen in den USA. Fisher Investments unterhält vier Hauptgeschäftsgruppen: US Private Client, Institutional, Private Client International und 401(k) Solutions, die einen globalen Kundenstamm bedienen. Der Gründer und Executive Chairman von Fisher Investments, Ken Fisher, schrieb von 1984 bis 2016 die Forbes-Kolumne "Portfolio Strategy" und ist damit der am längsten ununterbrochene Kolumnist in der Geschichte der Zeitschrift. In den letzten Jahren erschienen Ken Fishers Kolumnen durchgängig in den wichtigsten Medien in fast allen westeuropäischen Ländern, einschließlich Focus Money in Deutschland, sowie in wichtigen asiatischen Ländern, und damit in mehr Ländern und mit mehr Umfang als jeder andere Kolumnist in der Geschichte. Fisher ist außerdem Autor von 11 Büchern, darunter vier New York Times-Bestseller zum Thema Finanzen und Investieren.

Weitere Informationen über die Grüner Fisher Investments GmbH finden Sie unter: www.gruener-fisher.de/.

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Pressekontakt:

Grüner Fisher Investments GmbH
Sportstrasse 2 a
D-67688 Rodenbach
Tel.: +49 6374 9911 - 0
E-Mail: info@gruener-fisher.de
www.gruener-fisher.de

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Quelle: http://www.presseportal.de

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