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01.06.2022 | 08:55 Uhr

Schutzlos trotz Gesundheitssystem: 61.000 Menschen in Deutschland ohne Krankenversicherung (FOTO)

Schutzlos trotz Gesundheitssystem: 61.000 Menschen in Deutschland ohne Krankenversicherung (FOTO) Frankfurt am Main (ots) -

Ein Leben ohne Krankenversicherung? Für die meisten Menschen hierzulande unvorstellbar - für 61.000 Bundesbürger:innen jedoch harte Realität. Das zeigen zumindest die aktuellsten Zahlen des Statistischen Bundesamts aus dem Jahr 2020 [1]. Doch wie kann es sein, dass in Deutschland so viele Menschen ohne Versicherungsschutz leben? Und was können sie tun, um ihre Situation zu ändern? Der digitale Versicherungsmanager CLARK klärt über die Umstände unversicherter Menschen auf und gibt Tipps, um aus dem vermeintlichen Teufelskreis auszubrechen.

Ohne Versicherungsschutz: Menschen aus dem Ausland und Selbstständige am stärksten betroffen

Die Zahl der Menschen ohne Krankenversicherung in Deutschland scheint auf dem ersten Blick rückläufig zu sein. Während 2011 etwa 128.000 Personen keine Versicherungsschutz hatten, zählte das Statistische Bundesamt 2015 nur noch 79.000 Versicherungslose. Im Jahr 2020 waren es noch 61.000 Menschen - jedoch bleiben nicht-registrierte Einwander:innen und Obdachlose in der Statistik unberücksichtigt. Manche Schätzungen legen daher nahe, dass hunderttausende Menschen in Deutschland ohne Krankenversicherung leben [2].

Der Grund, weshalb insbesondere Personen aus dem Ausland (rund 0,5 Prozent) keinen Versicherungsschutz vorweisen, ist oftmals die Unwissenheit darüber, dass es in Deutschland eine Krankenversicherungspflicht gibt. Am schlechtesten schneiden in der Statistik jedoch die Selbstständigen ab - ein Drittel der Unversicherten hierzulande ist freiberuflich tätig. Die Expert:innen des Versicherungsmanagers CLARK sehen dies besonders kritisch: "Gerade in der Selbstständigkeit ist man auf die eigene Gesundheit angewiesen - diese Abhängigkeit gilt es zu schützen." Ob man sich als selbständige Person privat oder gesetzlich krankenversichert, hängt von verschiedenen Faktoren wie beispielsweise dem Einkommen ab. "Hier sollten sich Unversicherte unabhängig informieren und beraten lassen, um den passenden Versicherungsschutz (https://www.clark.de/private-krankenversicherung/selbststaendige/) zu finden."

Unversichert im Teufelskreis: Nicht gezahlte Beiträge summieren sich

Neben Unwissenheit liegt die Ursache bei Unversicherten aber vor allem in den Kosten, die monatlich für den Versicherungsschutz anfallen. Wegen zu hoher Beiträge ganz auf den Schutz zu verzichten, kann laut der CLARK-Expert:innen langfristig ganz schön teuer werden: "Was viele nicht wissen: Für jeden Monat, in dem man nicht versichert ist, wird trotzdem ein Beitrag fällig. Versucht man also nach Jahren in die Krankenversicherung zurückzukehren, wartet ein Haufen an Beitragsschulden auf einen." Auch ein prozentualer Säumniszuschlag wird in solchen Fällen fällig. "Die Hürde, zurück ins Gesundheitssystem zu kommen, ist oft zu hoch," so die Versicherungsberater:innen weiter. Denn während es 2013 für Nicht-Versicherte noch die Möglichkeit gab, durch das Beitragsschuldengesetz angehäufte Schulden erlassen zu bekommen, besteht diese Option seit 2014 nicht mehr.

Trotz möglicher Beitragsschulden appellieren die CLARK-Expert:innen an alle Unversicherten, eine Krankenversicherung abzuschließen. "Sich nur auf die Hoffnung zu verlassen, dass schon nichts passieren wird, ist gefährlich. Denn das Risiko, aufgrund einer ernsthaften Krankheit oder eines Unfalls in finanzielle Schwierigkeiten zu kommen, ist viel zu groß." Im Jahr 2016 sind gesetzliche Krankenkassen Unversicherten zumindest einen Schritt entgegengekommen. Statt des vollen Versicherungsbeitrags verlangen sie nur noch etwa zehn Prozent. Auch die Säumniszuschläge wurden von fünf auf lediglich ein Prozent der offenen Beiträge reduziert. "Letztendlich sollte der Schutz der eigenen Gesundheit immer an erster Stelle stehen", so die Versicherungsexpert:innen abschließend.

[1] https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2020/09/PD20_365_23.html

[2] https://ots.de/fUq3PO

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Quelle: http://www.presseportal.de

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